Kein gutes Jahr für Autofahrer im Norden

Momentan ist es keine gute Zeit für Verkehrsteilnehmer im Bereich der Leitstelle Nord. Alleine um das Osterwochenende herum kam es zu fünf Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen (4 Tote, 9 Schwer- und 4 Leichtverletzte), darunter ein Flugzeugabsturz.

Und gerade wo ich diesen Artikel schreibe kommt über die Polizeimeldung der nächste schwere Unfall rein:

Zwei Tote, zwei Schwer- und ein Leichtverletzter bei einem VU 🙁

Meine Liste hier

Fahrt alle vorsichtig!!

Status 5: Loveparade

Aufgrund der Schwere des Ereignisses ist die Loveparade heute Hauptthema.

Bei dem furchtbaren Unglück auf der Loveparade in Duisburg kamen bisher 20 Menschen ums Leben. 19 starben bereits vor Ort, eine Person nach zwei Tagen im Krankenhaus. Diverse Personen liegen noch in Krankenhäusern.

Das Unglück geschah an der Stelle wo zwei Zugänge sich zu einem T-förmigen vereinen und in einen Tunnel münden. Es war der einzige Zugang zum Gelände. Nachdem Stillstand beim Einlass herrschte versuchten Menschen an einer kleinen Treppe hochzuklettern. Als einige herunterfielen, kam es zu einer Massenpanik in der die Menschen sich gegenseitig niedertrampelten.

Warum ?

Inzwischen verdichten sich Befürchtungen von kurz nach dem Ungück, dass Veranstalter und/oder die Stadt Duisburg mit falschen Personenzahlen kalkuliert und Sicherheitsmaßnahmen ignoriert/vermindert haben sollen. Beide schieben sich gegenseitig bzw. der Polizei die Schuld zu.

Bei kalkulierten 250.000 Besuchern waren eventuell bis zu einer Million oder mehr gekommen und auf weniger Fläche verteilt als bei der Loveparade in Berlin.Feuerwehr und Polizei sollen vorher gewarnt haben. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach Untersuchungen der Rechtsmedizin starben alle Opfer an massiven Brustquetschungen verursacht durch das Übertrampeln der Menschenmasse.

Der Rettungseinsatz

Neben den 20 Toten mussten über 340 (!) Verletzte behandelt und transportiert werden. Ein logistischer Mega-Aufwand. Dafür wurde die nahegelegene A59 gesperrt, auf der auch 8 Rettungshubschrauber landeten.

Allein fast 500 Rettungskräfte waren für den Tag in Bereitstellung gegangen, davon 25 Notärzte. Auch aus Niedersachsen rückten Kräfte an.

Aber auch nach dem Unglück kommt eine Menge Arbeit auf einige Helfer zu: Psychologen und Seelsorger

Denn sowohl Menschen die in der Menge waren, als auch Helfer vor Ort müssen bestimmt betreut werden bei den schrecklichen Szenen die sich dort abgespielt haben.

Momentan wird noch verkündet dass die Loveparade nie wieder stattfinden soll, aber man wird abwarten unter welchen anderem Namen eine ähnliche Veranstaltung wiederkommt….

Pressespiegel:

Weitere Links:

Eingesetzte Kräfte:

Im Forum von Feuerwehr.de laufen dazu diverse Diskussionen zu den Themen: Allgemein zum Unglück, Überregionaler Massenanfall von Verletzten, Logistischer Bedarf im Rettungsdienst,

VW-Bus rammt absichtlich Linienbus

Gestern Morgen gegen 8:11 setzte eine Soldatin des Marinehauptquartiers einen Notruf an die Leitstelle Nord ab: „Hier ist ein Auto frontal in einen Linienbus gefahren!“

Daraufhin lief der wohl größte Rettungsdiensteinsatz der letzten Jahrzehnte in Flensburg und Umgebung an.

Was war passiert ?

Nach einem heftigen Streit mit seiner Lebensgefährtin entführte der 43jährige Fahrer des VW-Busses den gemeinsamen Sohn und flüchtete Richtung Glücksburg. Auf der Uferstraße steuerte er seinen PKW dann frontal in den entgegenkommenden Linienbus.

Nach dem Notruf lief dann der Rettungseinsatz an. Nach dem Streifenwagen der den PKW verfolgt hatte, traf die Freiwillige Feuerwehr Glücksburg ein und begann mit den Rettungsmaßnahmen und umfangreichen Nachalarmierungen.

Nachdem der Löschzug der Berufsfeuerwehr eingetroffen war wurde schnell auf die „Alarmstufe 2 Rettungsdienst“ erhöht und die Freiwache der BF alarmiert um den Brandschutz und die Logistik sicherzustellen. Nach und nach traf ein RTW nach dem anderen ein, auch die beiden Hubschrauber brachten Ärzte an die Einsatzstelle und transportierten mehrmals Verletzte in verschiedene Krankenhäuser.

Der Busfahrer des Linienbusses verstarb noch an der Einsatzstelle, der Verursacher des Unfalles wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Wrack des VW-Busses befreit. Von dem VW war nur noch die hintere Hälfte zu erkennen.

Zwischenzeitlich waren auch die Feuerwehren Bockholm und die Standortfeuerwehr des Flottenkommandos eingetroffen.

Von den Insassen des Linienbusses wurden 2 Personen lebensgefährlich verletzt, 2 schwer und 16 leicht. Die Leichtverletzten wurden mit einem Bus in Flensburger Krankenhäuser gebracht.

Seelsorger kümmerten sich um die geschockten Leichtverletzten und werden sich später auch um die Einsatzkräfte bemühen, für die so ein Anblick nicht alltäglich ist.

Eingesetzte Kräfte:

  • Löschzug Berufsfeuerwehr Flensburg
  • Leitungsdienst Berufsfeuerwehr Flensburg
  • Wechsellader Flensburg mit AB
  • Feuerwehr Glücksburg
  • Feuerwehr Bockholm
  • Standortfeuerwehr Marinehauptquartier mit 2 LF und RTW
  • NEF Flensburg
  • NEF 2 Flensburg
  • Fahrzeug Leitender Notarzt
  • Marine NAW
  • 7 weitere RTW
  • Christoph 42 aus Niebüll
  • Christoph 12 aus Ostholstein
  • Diverse Polizeieinheiten
  • 4 Notfallseelsorger

Weiterführendes:

Karte Google Maps

Meldung Nonstopnews

Polizeimeldung

shz.de mit Video

Feuerwehr Glücksburg

Flottenkommando

Erschreckend viele Brandopfer über Weihnachten

„Mindestens zwölf Menschen sind bundesweit bei Bränden an den Weihnachtstagen ums Leben gekommen, drei weitere bei einem tragischen Gasunglück. Dies ist aus Sicht der Feuerwehren eine erschreckende Häufung und einmalig während der Weihnachtstage in den vergangenen Jahren“, sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Die Brandopfer waren bei je zwei Bränden in Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen zu beklagen. Allein fünf Menschen verloren im nordrhein-westfälischen Unna bei einem Wohnhausbrand ihr Leben. Bei diesen und weiteren Feuern wurden laut DFV außerdem mindestens 25 Menschen verletzt, mehrere davon schwer.

„Die meisten Brandopfer der Weihnachtstage waren in den Abend- und den frühen Morgenstunden zu beklagen. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass Menschen vom Feuer überrascht wurden. Der Deutsche Feuerwehrverband sieht sich deshalb in seiner Forderung nach einer gesetzlichen Einbaupflicht für Rauchwarnmelder in Privatwohnungen in allen Bundesländern bestätigt. Bislang ist dies erst in acht von 16 Bundesländern der Fall“, erklärt Feuerwehr-Präsident Kröger.

Vor dem Hintergrund des Gasunglückes in Frankfurt am Main appelliert der DFV auch an die Politik, die Standards bei der Überwachung von Heizungsanlagen nicht abzusenken. „Kohlenmonoxidvergiftungen durch defekte Heizungsanlagen sind im Verhältnis zu anderen Ländern bei uns seltene Ereignisse, weil das Schornsteinfegerhandwerk bei uns vorbildlich organisiert ist“, sagt Kröger.

Der Deutsche Feuerwehrverband vertritt die mehr als eine Million aktiven Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, der Berufs- und der Werkfeuerwehren. DFV-Präsident Kröger: „Allen Feuerwehrmännern und -frauen, die zu Weihnachten und zum Jahreswechsel rasche Hilfe bringen, danke ich sehr. Meine besondere Achtung gilt den Feuerwehrangehörigen, die bei den schweren Brandereignissen an den Weihnachtstagen im Einsatz waren. Den Angehörigen der Todesopfer bei diesen Bränden gilt auch das Mitgefühl der Feuerwehren.“

Quelle: DFV, Deutscher Feuerwehrverband

Gettorf (SH): 2 Tote Rentner bei Zimmerbrand

(c 2009) Alle Rechte Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde

(c 2009) Alle Rechte Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde Foto: Bauer/Feuerwehr

Gettorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde)

Tragischer Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Gettorf am späten Dienstagnachmittag: In einem Reihenhaus in der Bergstraße war aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die Freiwillige Feuerwehr Gettorf konnte zwei Personen aus der Brandwohnung leider nur noch tot bergen. Möglicherweise handelt es sich um die Bewohner, ein Ehepaar (60 und 65 Jahre). Die Identität steht jedoch noch nicht zweifelsfrei fest. Die Kripo Eckernförde hat die Ermittlungen am Brandort aufgenommen.

Fünf Minuten nach der Alarmierung war die Wehr Gettorf mit 40 Mann und fünf Fahrzeugen vor Ort. Zusätzlich stellte die FF Osdorf (nicht Hamburg-Osdorf !) Atemschutzgeräteträger.

Der Artikel der Pressemappe vom KFV Rendsburg Eckernförde

Feuerwehr Gettorf

Feuerwehr Osdorf

Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde