Ortswehr Röbel: Neues Gerätehaus zu teuer?

Die Ortsfeuerwehr Röbel der Gemeinde Süsel (Kreis Ostholstein) braucht ein neues Gerätehaus. Die Feuerwehrunfallkasse (HFUK) bemängelt, laut Artikel des sh:z, unter anderem folgende Punkte:

  • Die Spiegel müssen zum Ein- und Ausfahren der Fahrzeuge eingeklappt werden
  • Die Stellplätze sind zu kurz
  • Es gibt Stufen in der Fahrzeughalle

Und das sind wohl nur die schlimmsten auf einer langen Liste. Die Gemeinde sah die Notwendigkeit auch ein und beauftragte einen Architekten mit der Erstellung von verschiedenen Konzepten für einen Neubau, kombiniert mit Dorfgemeinschaftshaus. Bei der Vorstellung der Varianten löste der Preis von ca. 700.000€ aber

„Sprachlosigkeit und Entsetzen“

im Finanzausschuss aus. Eine kreative Art der Problemlösung fiel dem Ausschussmitglied Karsten Klüver ein: (Wortlaut aus dem sh:z-Artikel)

Wenn die Feuerwehrunfallkasse bereit sei, in Bujendorf zwei kreuzende Garagenausfahrten hinzunehmen, werde sie vielleicht auch stillhalten, wenn es für Röbel keine schnelle Neubaulösung gebe.

(Anmerkung: Bujendorf ist ein weiterer Ortsteil von Süsel)

Nun soll versucht werden die geplanten Kosten zu drücken, unter anderem durch Umplanung und Mehrarbeit der Feuerwehr selbst. Die Ortswehr Süsel bekam 2008 einen Neubau mit 4 Stellplätzen für knapp 350.000€, dank vielen Handwerkern und Eigenleistung, nun hofft man auf 400.000€ für Röbel zu kommen.

Man darf auf das Ergebnis gespannt sein.

Hier geht es zum Artikel

Bei der Recherche gingen mir einige Fragen durch den Kopf, aber ich will hier nur die Fakten mal vergleichen. Die Gemeinde Tarp und Stadt Lütjenburg sind jeweils vor bzw. nach Süsel in der Einwohnerzahl:

Einwohner (Gesamt/pro km2) Fläche (km2) FF Fahrzeuge Mitglieder
Tarp 5181 / 317 16,36 2 6 97
Süsel 5273 / 70 75,31 9 15+x?   (1) 250
Lütjenburg (Stadt) 5341 / 868 6,15 1 6 ?

(1) Nur von 2 Wehren war die exakte Zahl zu finden

Quellen:

Über

Ich bin hier der Webmaster und Autor.

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2 Kommentare zu “Ortswehr Röbel: Neues Gerätehaus zu teuer?
  1. Erik Robin sagt:

    Gudn Tach!
    700.000,– € Baukosten lösten also seinerzeit Entsetzen aus. Soso.

    Nach den Nachrichten von heute dürfte das Entsetzen wohl noch ungleich größer sein.
    Der Wehr und den Handwerkern Eigenleistungen im Wert von rund 300.000,– € abzuverlangen ist aber auch schon ziemlich dreist. Hat da jemand vergessen, wer nach dem Gesetz der Träger des lokalen Brandschutzes ist?

    Was, wenn sich jetzt herausstellt, daß die beauftragten Unternehmen schon sauber gearbeitet haben? Werden die Wehrmitglieder dann womöglich des Pfusches beschuldigt?

  2. Henning sagt:

    Tja, es ist halt die Frage was die Politik denn erwartet von so einem Bau? So ein Gerätehaus kostet nunmal Geld. Und es ist eine Pflichtaufgabe. Und man kann ja wenig oder viel Geld ausgeben..
    300.000 Eigenleistungen ist schon heftig.. Muss man sich gut überlegen ob man das macht. Bis zu einem gewissen Grad und für nette Extras kann man das machen. Aber die Basisleistung muss von der Gemeinde kommen!

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