VW-Bus rammt absichtlich Linienbus

Gestern Morgen gegen 8:11 setzte eine Soldatin des Marinehauptquartiers einen Notruf an die Leitstelle Nord ab: „Hier ist ein Auto frontal in einen Linienbus gefahren!“

Daraufhin lief der wohl größte Rettungsdiensteinsatz der letzten Jahrzehnte in Flensburg und Umgebung an.

Was war passiert ?

Nach einem heftigen Streit mit seiner Lebensgefährtin entführte der 43jährige Fahrer des VW-Busses den gemeinsamen Sohn und flüchtete Richtung Glücksburg. Auf der Uferstraße steuerte er seinen PKW dann frontal in den entgegenkommenden Linienbus.

Nach dem Notruf lief dann der Rettungseinsatz an. Nach dem Streifenwagen der den PKW verfolgt hatte, traf die Freiwillige Feuerwehr Glücksburg ein und begann mit den Rettungsmaßnahmen und umfangreichen Nachalarmierungen.

Nachdem der Löschzug der Berufsfeuerwehr eingetroffen war wurde schnell auf die „Alarmstufe 2 Rettungsdienst“ erhöht und die Freiwache der BF alarmiert um den Brandschutz und die Logistik sicherzustellen. Nach und nach traf ein RTW nach dem anderen ein, auch die beiden Hubschrauber brachten Ärzte an die Einsatzstelle und transportierten mehrmals Verletzte in verschiedene Krankenhäuser.

Der Busfahrer des Linienbusses verstarb noch an der Einsatzstelle, der Verursacher des Unfalles wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Wrack des VW-Busses befreit. Von dem VW war nur noch die hintere Hälfte zu erkennen.

Zwischenzeitlich waren auch die Feuerwehren Bockholm und die Standortfeuerwehr des Flottenkommandos eingetroffen.

Von den Insassen des Linienbusses wurden 2 Personen lebensgefährlich verletzt, 2 schwer und 16 leicht. Die Leichtverletzten wurden mit einem Bus in Flensburger Krankenhäuser gebracht.

Seelsorger kümmerten sich um die geschockten Leichtverletzten und werden sich später auch um die Einsatzkräfte bemühen, für die so ein Anblick nicht alltäglich ist.

Eingesetzte Kräfte:

  • Löschzug Berufsfeuerwehr Flensburg
  • Leitungsdienst Berufsfeuerwehr Flensburg
  • Wechsellader Flensburg mit AB
  • Feuerwehr Glücksburg
  • Feuerwehr Bockholm
  • Standortfeuerwehr Marinehauptquartier mit 2 LF und RTW
  • NEF Flensburg
  • NEF 2 Flensburg
  • Fahrzeug Leitender Notarzt
  • Marine NAW
  • 7 weitere RTW
  • Christoph 42 aus Niebüll
  • Christoph 12 aus Ostholstein
  • Diverse Polizeieinheiten
  • 4 Notfallseelsorger

Weiterführendes:

Karte Google Maps

Meldung Nonstopnews

Polizeimeldung

shz.de mit Video

Feuerwehr Glücksburg

Flottenkommando

Über

Ich bin hier der Webmaster und Autor.

Veröffentlicht in Blog, Einsatz Getagged mit: , , , , ,
8 Kommentare zu “VW-Bus rammt absichtlich Linienbus
  1. Prtrn sagt:

    Der GW-GES der BF dürfte auch vor Ort gewesen sein, zumindest kam er mir gegen 1100 zusammen mit dem WLF (AB-SEG?) in der Nähe ZOB aus Richtung Hafendamm (also im Weiteren Nordstraße und Glbg) entgegen. Aus Niebüll kam Chr Europa 5 – shz.de erwähnt zudem noch einen dritten RTH (http://www.shz.de/artikel/article/2099/eine-obermaatin-war-die-erste-helferin-am-unfallort.html), das dürfte dann Chr 42 aus Rendsburg gewesen sein.

  2. Henning sagt:

    Hm vom GW wusste ich nichts, das mit dem WLF wurde mir aber auch gesteckt, der war auf den Fotos irgendwo ganz hinten zu sehen.
    Ich denke es war der AB-Rüst verladen. Wüsste nicht dass es einen AB-San oder so gibt.

  3. Prtrn sagt:

    Doch, es gibt scheinbar einen AB-SEG: http://bos-fahrzeuge.info/V33495 (siehe Beschreibung)
    Gesehen habe ich den aber auch noch nicht, vllt. steht der beim DRK in der Halle?
    Der AB-TH passt von der Anzahl der hydraulischen Rettungsgeräte her nicht, laut Polizeibericht waren drei vor Ort – 1x Löschzug BF, 1x FF Glbg und in Reserve 1x BwF MHQ:
    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/6313/1585667/polizeidirektion_flensburg

    Ich habe leider nicht drauf geachtet, welcher AB aufgesattelt war…

  4. Henning sagt:

    Also bei der BF steht der nicht und ist mir auch nicht bekannt, dass er in Altholzkrug steht. Und 1997 hatte die BF auch noch keinen Wechsellader. Wer soll den auch benutzen ? Das DRK-SEG wurde ja leider nicht alarmiert. Was sie genauso überflüssig macht wie unsere RW..
    Außerdem muss der Polizeibericht ja nun auch nicht alle Details wissen 😉

  5. Thomas sagt:

    Also der link von dem AB-SEG ist aus kiel..hier haben wir so einen nicht.
    und der GW-GES war defininitiv vor Ort und auf mehreren Fotos beo http://www.nonstopnews.de zu sehen..

  6. Prtrn sagt:

    Danke 🙂
    In der Beschreibung des Kieler AB-SEG steht, daß 1997 eine Landesbeschaffung SH durchgeführt wurde, und die beschafften AB vermutlich bei den BFen stationiert wurden. Im Prinzip hätte so ein AB ja durchaus von einem Fahrzeug des städtischen Bauhofes oder eines privaten Fuhrunternehmens transportiert werden können, solange kein eigenes WLF verfügbar ist – wie es bei manchen FFen gemacht wird.
    Wie gesagt, mir ist der auch noch nie untergekommen, aber das muss nichts heißen. Mit eigenen Augen gesehen habe ich bisher nur AB-TH, AB-Öl und AB-Schiffbrand. M.W. in konkreter Planung sind ein AB-GES, ein AB-EL und ein AB-Wasserrettung im Rahmen des neuen Fahrzeugkonzepts als Ersatz für GW-W, GW-GES und ELW2.

  7. Sören sagt:

    Hey…
    Vor Ort waren „nur“ zwei Hubschrauber. Der Christoph 12 (LRZ Ahrensbök-Siblin) und der Christoph Europa 5 aus Niebüll. Der Chr. Europa 5 hat 2 Patienten nacheinander geflogen. Deswegen kamen die auf 3 Hubschrauber.

  8. Henning sagt:

    Der Meinung war ich doch auch, da ein Informant von mir das am Funk auch so gehört hat !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*