20 Leitsätze für den Dienst in der Feuerwehr

In der heutigen Zeit, wo immer mehr gute Verhaltensweisen verblassen und schlechte erstarken, leiden auch die Feuerwehren darunter. Im Weg stehende Gaffer, sinnfreie Beschuldigungen und tätliche Angriffe auf Einsatzkräfte sind äußere Einflüsse.

Respektlosigkeit, nicht Abmelden vom Dienst und bei Terminen, falsche Erwartungen an das Ehrenamt sind die nicht so schlimmen, aber doch nervigen Seiten innerhalb.

Darum die Idee für diese Leitsätze. Sie sollen Neuen in der Feuerwehr eine Hilfe sein, Altgedienten zur Wiederauffrischung dienen.

Ja, im Großen und Ganzen sind dieses Leitsätze nichts Neues. Sie fassen nur eigentlich normale Verhaltensweisen und Werte nochmal zusammen.

Vor dem Eintritt

Wenn Du Dich für den Dienst in der Feuerwehr interessierst dann komm vorbei und schau es Dir mindestens 4 Mal an. Du musst Dich nicht sofort verpflichten, schnupper erst einmal rein. Überlege es Dir gründlich und entscheide Dich dann.

Nach dem Eintritt

  1. Wir freuen uns, dass Du Dich für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr entschieden hast.
  2. Wir stellen Dir kostenlos Schutzausrüstung und Dienstuniform und bilden Dich nach bestem Wissen und Gewissen aus.
  3. Kameradschaft heißt, man hilft sich untereinander und hält zusammen.
  4. Feuerwehr darf und muss auch Spaß machen, wir sind aber keine „Feierwehr“ auch wenn das in den Medien punktuell so aussieht. Auch wir feiern natürlich mal deftig.
  5. Es heißt zwar „Freiwillige Feuerwehr“ aber trotzdem sind wir nicht bei „Wünsch Dir was“. Wenn Du eintrittst, verpflichtest Du Dich zu etwas.
  6. Teilnahme an Diensten und Einsätzen ist grundsätzlich Pflicht, aber Arbeit und Familie gehen im Zweifelsfall vor.
  7. Wir sind nicht die Bundeswehr, aber auch wir haben ein bisschen Hierarchie. Ohne geht es bei Übungen und Einsätzen einfach nicht.
  8. Du musst nicht zu jedem Dienst erscheinen, aber schon regelmäßig genug um Dein Wissen zu erweitern/zu erhalten. Wenn Du nicht kannst: Melde Dich ab.
  9. Feuerwehr heißt, sich nicht nur beim Dienst damit zu beschäftigen. Lies oder über auch privat einmal (Knoten, Dienstvorschrift).
  10. Halte Dich fit! Feuerwehr kann (körperlich wie geistig) anstrengend sein.
  11. Verhalte Dich Deinen Kameraden gegenüber so wie Du auch behandelt werden möchtest.
  12. Wenn Dir der Dienst in der Feuerwehr nicht mehr zusagt: Sag es einfach. Niemand wird Dich an einem Austritt hindern. Wir wissen nur gerne woran wir bei Dir sind.
  13. Behandle die Dir überlassene Schutz- und Dienstkleidung so, wie du es auch mit Deiner guten privaten Kleidung machst. Sie kostet teilweise viel Geld!
  14. Erwarte nicht dass Du alles nach Deinen Vorstellungen machen/ändern kannst. Du bist nur eine unter vielen Meinungen.
  15. Wenn Du in Uniform in der Öffentlichkeit unterwegs bist denke daran: Du repräsentierst in dem Moment immer „Die Feuerwehr“.
  16. Fotos oder Videos von Einsätzen machen oder im Internet verbreiten ist tabu. Moralisch und gesetzlich!
  17. Du und wir sind gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Wenn Du trotzdem Freunden und Verwandten von Einsätzen erzählst, übertreib es nicht.
  18. Jeder/Jede in der Feuerwehr hat die gleichen Rechte und Pflichten.
  19. Nicht jeder kann alles. Wenn Du etwas nicht kannst/willst dann sag es uns. Es ist ok. (Zu Schwer, zu hoch, etc.).
  20. Fahre beim Einsatz mit normaler Geschwindigkeit zum Gerätehaus. Es zählt nicht jede Sekunde, es zählt, dass alle sicher ankommen! Niemand wartet im Einsatz gerade auf Dich.

Version 1 im März 2015

Ergänzungen und Kritik gerne erwünscht unter henning@spruettenhus.eu

Über

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