Handewitt: Ortswehr Ellund hat zwei Geräteäuser

Foto: Kirschner

ELLUND (jk) – Die Freiwillige Feuerwehr Ellund ist wie die anderen vier Löschinstitutionen in der Gemeinde Handewitt 1890
gegründet worden. Nun hat die nördlichste Wehr aber eine Besonderheit, die sie von den anderen abhebt: »Ellund hat
als einzige zwei Gerätehäuser«, schmunzelte Gemeindewehrführer Egon Ossowski. Es war eine humorartige Bemerkung,
denn man muss wissen: »Haus B« ist nur eine Garage. Hintergrund:
Die Freiwillige Feuerwehr Ellund bekommt Anfang nächsten Jahres ein neues Löschfahrzeug. Aus Platzgründen
musste dieser Neuanschaffung ein Garagenbau, in dem der Kleinbus der Wehr (MZF) untergestellt wird, vorgezogen
werden. Das kleine, etwas abseits vom Gerätehaus stehende Zusatzgebäude wurde nun offiziell eingeweiht. »Ziel war
ein Anbau, der optimal von der Wehr genutzt werden kann«, sagte Wehrführer Richard Andersen, »sich aber auch optimal
an das vorhandene Gerätehaus anpasst.« Auch die Gemeindevertreter zeigten sich zufrieden mit dem neuen Bauwerk. Mit rund 11.000 Euro blieben die Kosten relativ überschaubar. Der Grund waren die umfangreichen Eigenleistungen der Wehrleute, die insgesamt 300 freiwillige Arbeitsstunden investierten.
Mit Thorsten Meyer fand sich ein Bauunternehmer, der zugleich Mitglied ist und die Bauleitung in seine Hände nahm.
Das freiwillige Engagement in Ellund ist kein Einzelfall: Schon im letzten Jahr kaufte die Gemeinde ein gebrauchtes Fahrzeug
für 3.000 Euro aus dem Bestand der Bundespolizei, das drei Kameraden auf freiwilliger Basis zum MZF umrüsteten
und lackierten. Für 2010 plant die Wehr an der Leistungsbewertung »Roter Hahn« teilzunehmen. »So etwas schweißt
die Kameradschaft zusammen«, schwärmte Egon Ossowski.
Die insgesamt 45 Ellunder Feuerwehrleute rücken zu schweren Verkehrsunfällen, zu Großbränden (Gasthof Hüllerup),
aber auch um »aus dem Nest gefallene Junguhus« zu helfen, aus. Gerade der Bereich der technischen Hilfe erfordert
einen großen Aufwand – und Platz.

Quelle: © 2009 by MoinMoin / www.moinmoin.de

Harrislee: Grundstein für neues Gerätehaus in Harrislee – Niehuus

Die Planungen für eine Erweiterung des Gerätehauses der Ortswehr Niehuus laufen schon mehrere Jahre. Zunächst war eine Erweiterung des bisherigen Gerätehauses am Schloßberg geplant – doch die baurechtlichen Bestimmungen der Feuerwehr-Unfallkasse ließen sich dort nicht in die Baupläne integrieren. Also liefen die Planungen in Richtung eines Neubaus, dafür wurde gestern an der Niehuuser Straße der Grundstein gelegt.

Auf einem großzügigen Grundstück entsteht ein Gerätehaus nach modernsten Gesichtspunkten. Neben Schulungsraum, Sanitärräumen für Frauen und Männer sowie einer Teeküche und einer kleinen Gerätewerkstatt erhält das Gebäude auch Umkleiden sowie eine große Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen.

„Zur Zeit verfügt die Wehr Niehuus zwar nur über ein Fahrzeug – aber niemand weiß, wie sich die Wehr entwickelt, und wir wollen für die Zukunft gerüstet sein“, sagte Bürgermeister Wolfgang Buschmann, für den es die erste Grundsteinlegung für ein Feuerwehrgerätehaus in seiner Amtszeit war.

Auch auf die Energieeffizienz des neuen Feuerwehrhauses wurde großen Wert gelegt. Mit Wärmedämmung und einer Erderwärmung will die Gemeinde eine besonders positive Energiebilanz erreichen.

Bei aller Freude, die den Wehrmännern aufgrund des Ereignisses ins Gesicht geschrieben stand, müssen diese noch ein wenig Geduld haben: Denn die Fertigstellung des Gebäudes ist für den Anfang des kommenden Jahres geplant.

Kurz nach der Einweihung des Niehuuser Gerätehauses wird Bürgermeister Buschmann vermutlich schon bald den nächsten Grundstein für ein Feuerwehrgerätehaus legen. Auch die Wehr Harrislee, die Anfang des Jahres mit der Wehr Harrisleefeld fusionierte, erhält ein größeres und modernes Gerätehaus.

Quelle Text: Flensburger Tageblatt / shz.de

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