Nichts für zarte Gemüter: Rettungsdienst im TV in UK

Bildschirmfoto Youtube "An hour to save your life". Quelle: Selbst erstellt

Bildschirmfoto Youtube „An hour to save your life“.
Quelle: Selbst erstellt

Über Twitter bekam ich beim Sehen der Dokumentation „Kampf um ein Leben“ den Hinweis auf die Serie „An Hour To Save Your Life“  der BBC aus dem Vereinigten Königreich. Diese ist wirklich nichts für schwache Nerven, zeigt sie doch (fast) unzensiert das was passiert. Einziger Nachteil: Man sollte gut Englisch können und Fachbegriffe um alles zu verstehen.

Ein Beispiel:

Eine junge Frau wird von einem LKW überrollt und blutet stark in ihr Becken. Ihre Aorta (Hauptbauchschlagader) ist verletzt und sie droht zu verbluten. Der Notarzt entscheidet sich für eine extrem seltene (und in Deutschland so nicht denkbare?) Prozedur:

Er lässt per Hubschrauber Blutkonserven, spezielles Operationsmaterial und einen Kollegen mit tragbarem Ultraschallgerät kommen. Dann bekommt die Patientin durch einen Schnitt in ihrem Oberschenkel durch die Beinarterie einen Katheter mit Ballon bis vor die verletzte Stelle der Aorta geschoben. Dieser wird dann aufgepumpt und verschließt die Leckage. Anschließend wird erstmal Blut aus den Konserven „nachgefüllt“ und ab geht es ins Krankenhaus. Anschließend Versorgung im Schockraum und sofortige Operation.

Drei Fälle werden parallel vorgestellt, jeweils mit Interviewteilen der Notärzte, Ärzte des Krankenhauses und der Betroffenen.

Hier ist die erste Folge die ich gesehen habe: https://www.youtube.com/watch?v=0-O54Q6f-lo

Dann einfach weiter durchklicken bei den Youtube Vorschlägen zu weiteren Sendungen.

Quellen:

http://hqmeded.com/resuscitative-endovascular-balloon-occlusion-aorta-reboa/

BBC2 „An Hour To Save Your“ Life Staffel 2 – Folge 3

Fast wie live dabei: Kampf um ein Leben

Bildschirmfoto aus der SWR  Mediathek.  Quelle: Selbst erstellt

Bildschirmfoto aus der SWR Mediathek.
Quelle: Selbst erstellt

Schon länger hatte ich in meiner Safari-Leseliste einen Beitrag aus der SWR-Mediathek. Gestern kam ich endlich einmal dazu. Die Gesundheitssendung „Odysso“ hatte den Hubschrauber Christoph 5 und die Notaufnahme des BG-Krankenhauses Ludwigshafen mit Kameras bestückt und einen Einsatz komplett ungeschnitten von der Landung bis zur Übergabe im Krankenhaus gefilmt.

Ein 15-jähriger Junge fiel beim Toben aus dem 4. Stock seiner Schule. Die Besatzung des Hubschraubers kommt dazu und transportiert ins Krankenhaus. Dabei sind Kameras im Cockpit, eine Brustkamera am Notarzt, eine in der Notaufnahme und ein Kameramann, gleichzeitig, zu sehen. Ein Beitrag der mir echt Gänsehaut verursachte. Fast ist es als ob man dabei ist, nur sitzt man gemütlich auf dem Sofa und kann zuschauen ohne zu stören.

Ein Wunder dass er diesen Sturz überhaupt überlebt hat..

Aber genauso hart wie das Überleben selbst ist der psychische Kampf in der Reha und danach.

 

Quellen:

Beitrag „28 Minuten – Kampf um ein Leben“ (ungeschnitten, unkommentiert, Mediathek)

„Kampf um ein Leben – Chronik einer Rettung“  (Reportage was danach geschah)

http://www.christoph5.info/