Feuer auf Ostsee-Fähre Lisco Gloria

In der Nacht zu Samstag geriet die RoRo-Fähre Lisco Gloria, auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda (Litauen), in Brand.

Daten Lisco Gloria:

  • Heimathafen: Klaipeda (Litauen)
  • Baujahr: 2002
  • Länge: 199,4m
  • Besatzung: 32
  • Passagiere: 264
  • Ladevermögen: 2200m Stellfläche für Fahrzeuge

Quelle: Text und Bild wikipedia.org

Nach den ersten Erkenntnissen kam es zu einem Feuer einer Zugmaschine unter Deck, woraufhin der Tank explodierte. Die Löschversuche der Besatzung scheiterten und der Kapitän leitete gleich die Evakuierung ein. Dies geschah über Rettungsboote und Rettungsinseln.

Der Notruf der bei der DGzRS auflief wurde an das Havariekommando weitergeleitet das die Einsatzleitung übernahm und Brandbekämpfungseinheiten aus ganz Norddeutschland anforderte. Die ersten Kräfte konnten an Bord gehen und den Anker setzen um zu verhindern dass das Schiff abtreiben konnte.

Durch den starken Verkehr in diesem Bereich der Ostsee konnten alle Menschen schnell von anderen Schiffen aufgenommen und nach Kiel zur Versorgung gebracht werden. Neben Schiffen der DGzRS, der Küstenwache, Fähren und Frachtern war  auch der Notschlepper Ostsee „Baltic“ vor Ort. Das ist übrigens gleich der erste große Einsatz des erst seit 2 Wochen (seit dem 24.09.10) einsatzbereiten Schiffes (gechartert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung). Sein Liegeplatz ist Warnemünde.

Im Marinehafen in Kiel wurde eine Verletztensammelstelle eingerichtet.

Hier ein Standbild des Verkehrsaufkommens bei der Rettung (danke an Prtrn)

Das Feuer selbst konnte aufgrund seiner Hitze nicht gelöscht werden und man musste sich darauf beschränken des Schiff zu kühlen. In das den Schiffskörper selber konnte nicht unbegrenzt Wasser eingebracht werden da das Wasser ja auch wieder heraus muss. Immerhin war die Brandeinwirkung so massiv, dass es 2 Löcher in die Aussenhaut des Schiffes geschmolzen hat.

Zwischenzeitlich hat Dänemark die Einsatzleitung übernommen, da das Schiff nun in dänischen Gewässern ankert. Inzwischen sind zusätzlich zu den Bergungsspezialisten die Feuerwehrkräfte von Smit Salvage eingetroffen, einer niederländischen Bergungsfirma, die von der Reederei DFDS den Bergungsauftrag erhalten hat.

Zur Vorbereitung der Bergung sollen Spezialisten an Bord gehen um das Löschwasser zu entfernen und letzte Brandnester zu löschen.

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